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Organisation und Geschichte

Das Ludwig Boltzmann Institut für Medizin- und Gesundheitssoziologie (LBIMGS) wurde 1979 von Univ.-Prof. Dr. Jürgen M. Pelikan und Univ.-Prof. Dr. Hans Strotzka (1917-1994) gegründet und ist ein Institut der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (ein auf Gemeinnützigkeit ausgerichteter privater Verein zur Förderung außeruniversitärer wissenschaftlicher Forschung). Es wurde 1992 zum "WHO-Collaborating Centre" ernannt. Als zweiter Träger fungiert seit 1995 das Institut für Soziologie der Human- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien (vorher das Institut für Höhere Studien).

Seit seiner Gründung leistet das LBIMGS Beiträge in drei Hauptgebieten:

  • Wissensentwicklung durch wissenschaftliche Forschung im Bereich der Medizin- und Gesundheitssoziologie
  • wissenschaftliche Unterstützung, Beratung und Evaluation von Innovations- und Modellprojekten der Gesundheitsförderung und Qualitätsentwicklung im Gesundheitswesen und anderen sozialen Bereichen
  • wissenschaftliche Beratung für die Gesundheitspolitik.

Arbeitsschwerpunkte

Die wissenschaftliche Arbeit des Instituts konzentriert sich auf angewandte Forschung zur Reform des Gesundheitswesens und zu Gesundheitsförderungsinterventionen mit den Hauptbereichen:

  • Entwicklung von Konzepten, Modellen und Netzwerken der Gesundheitsförderung in der Gesundheitsversorgung, vor allem in Krankenhäusern - allgemein und für spezifische Bevölkerungsgruppen wie z.B. MigrantInnen
  • Studien zur Gesundheitsförderung in der nationalen und kommunalen Gesundheitspolitik
  • Evaluation von Gesundheitsförderungsprojekten
  • Forschung im Bereich PatientInnenzufriedenheit, Lebensqualität und Empowerment von PatientInnen im Krankenhaus
  • Qualitätsmanagement und Qualitätsentwicklung im Gesundheitswesen
  • Forschung und Entwicklung integrierter Versorgung: Krankenhaus, Primärversorgung und Nachsorgende Einrichtungen: Transmurale Pflege / Krankenhaus zu Hause / virtuelles Krankenhaus
  • Studien zu Gesundheit und Gesundheitsförderung an Schulen
  • Forschung im Bereich Gesundheit und sexuelle Beziehungen.

Seit 1990 ist das Institut als Koordinationszentrum des internationalen WHO Netzwerks Gesundheitsfördernder Krankenhäuser tätig, seit 1996 koordiniert es das Österreichische Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser.

Theoretisch orientiert sich das LBIMGS an moderner soziologischer Systemtheorie, methodisch arbeitet das Institut pluralistisch: je nach Fragestellung werden quantitative und/oder qualitative Methoden eingesetzt.

Das Leistungsspektrum des Instituts umfasst: Grundlagenforschung und angewandte Forschung l Expertisen l wissenschaftliche Beratung von Gesundheitseinrichtungen und der Gesundheitspolitik l wissenschaftliche Begleitung von Pilot- und Modellprojekten l wissenschaftliche Unterstützung von Netzwerken l wissenschaftliche Organisation von Tagungen und Konferenzen.

Allein in den letzten Jahren hat das LBIMGS 25 Bücher, 125 Forschungsberichte und 106 Beiträge in wissenschaftlichen Journalen bzw. Sammelbänden publiziert. Eine Publikationsliste findet sich unter http://lbimgs-archiv.lbg.ac.at/publikat.html.

Die Jour fixe-Veranstaltungsreihe bietet regelmäßig Vorträge internationaler und österreichischer WissenschaftlerInnen und ExpertInnen (http://lbimgs-archiv.lbg.ac.at/jourfixe.html).

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