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Health Behaviour in Schoolaged Children

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GF-VERHALTEN VON KINDERN UND JUGENDLICHEN | HBSC


Einschlägige Publikationen bzw. Forschungsberichte des LBIMGS

Auftraggeber:
Bundesministerium für Soziale Sicherheit und Generationen - Sektion VIII - Subvention


Laufzeit:
seit
01.01.2000

Ansprechperson:
Gabriele Bocek
t: +43/1/4277-48284
e: gabriele.bocek@univie.ac.at

Kurzdarstellung:

Im Oktober 2001/2 wurde die Fragebogenerhebung zum 6. Survey der WHO-Studie "Health Behaviour in Schoolaged Children" durchgeführt. Voraussichtlich werden bis Jahresende über vierzig Länder daran teilgenommen haben, einige davon zunächst im Sinne eines Probelaufs. Der weitere Zuwachs an teilnehmenden Ländern verdankt sich dem Umstand, dass die Studie in den vergangenen Jahren zunehmend zu einem internationalen Monitoring-Instrument für Jugendgesundheit entwickelt wurde.
Die Studie untersucht folgende Dimensionen adoleszenter Gesundheit am Beispiel der 11,-13,-und 15-jährigen SchülerInnen: Ernährung und Diätverhalten, Sport-und Freizeitverhalten, Risikoverhalten wie Rauchen und Alkoholkonsum, Unfälle und Verletzungen, subjektive Gesundheit sowie den Einfluss von sozialer Ungleichheit, Familie, Freunde und Schule. Die Studie basiert methodisch auf einem Selbstausfüller Fragebogen, der einer Zufallsstichprobe von Schulklassen aller Schultypen vorgelegt wird. Erstmals wird auch ein Fragebogen für die jeweiligen KlassenlehrerInnen und SchulleiterInnen erhoben, welcher Charakteristika der Schule abfragt.
Weitere Informationen zur WHO-HBSC-Studie finden sich unter:
http://www.ruhbc.ed.ac.uk/hbsc

Das LBIMGS, vertreten durch Dr. Wolfgang Dür, ist seit 1998 Mitglied des Coordinating Committee der Studie und dort insbesondere für die Entwicklung von wissenschaftlich fundierten Politiken zuständig.
Die HBSC-Studie wird vom Bundesministerium für Soziale Sicherheit und Generationen finanziert.
Der Bericht zu den Daten von 1998 wurde vom BMSG publiziert.
Der Bericht zu den Daten von 2001 ist ab Sommer 2002 im BMSG zu beziehen.

Zusammengefasst können folgende Ergebnisse des 6. Surveys von 2001 präsentiert werden:
Der vorliegende - alle vier Jahre erscheinende - Bericht beschreibt den Gesundheitszustand und das Gesundheitsverhalten von 11-, 13- und 15-jährigen Schulkindern sowie die diesbezüglichen Entwicklungen seit 1990.

Gesundheit
Der leicht negative Trend für die subjektive Gesundheit der 90er Jahre setzt sich auch bis 2001 in allen Altersgruppen und bei beiden Geschlechtern weiter fort. Immerhin ein Viertel bis ein Drittel der SchülerInnen leidet regelmäßig an Kopfschmerzen, Gereiztheit, Nervosität, Schlafstörungen und Müdigkeit oder Erschöpfung. Die durchschnittliche Lebenszufriedenheit der österreichischen SchülerInnen liegt bei 7,9 auf einer Skala von 0-10. Auffallend ist, dass alle gesundheitsbezogenen Prävalenzen mit dem Alter schlechter werden, sodass man von einem "Gesundheitsloch" sprechen muß, das mit Einsetzen der Pubertät eintritt. Weiters weisen Mädchen bei allen Indikatoren schlechtere Werte auf als die Knaben.

Alkohol, Tabak, Cannabis
Die Trendanalyse ergibt, dass der Alkoholmissbrauch seit 1998 in allen Altersgruppen gesunken ist. Besonders erfreulich ist der deutliche Rückgang der Anzahl der 15-jährigen mit problematischem Alkoholverhalten. Auch der stetige Zuwachs des Zigarettenrauchens in den 90er Jahren konnte seit 1998 gebremst werden, sodass heute wie 1998 ein Viertel der 15-jährigen Mädchen und 20% der 15-jährigen Knaben täglich rauchen. 13% signalisieren Bereitschaft diese Gewohnheit innerhalb des nächsten halben Jahres aufzugeben. Die Mehrheit der 15-jährigen ÖsterreicherInnen hatte noch keine Erfahrungen mit Cannabis, aber 3% haben Cannabis schon öfter als 3 Mal probiert.

Sport-und Freizeitverhalten
Mädchen sind in allen Altersgruppen durchschnittlich einen Tag seltener körperlich aktiv als Knaben, wobei beide Geschlechter mit zunehmendem Alter seltener Bewegung machen. Sitzende Tätigkeiten wie Fernsehen und Computerspielen nehmen mit dem Alter zu. Sie nehmen im Vergleich zur körperlichen Aktivität im Freizeitverhalten der Kinder und Jugendlichen aber weniger Zeit in Anspruch. Insgesamt betrachtet weisen 15-jährige Knaben die häufigsten Bildschirmkontakte auf.

Ernährung
38% der Schulkinder bekommen regelmäßig 3 richtige Mahlzeiten täglich, was den Empfehlungen der Ernährungswissenschaften entspricht. Den niedrigen Prävalenzen für den Konsum von Obst und Gemüse zufolge dürfte die Zusammensetzung der Menüs allerdings nicht optimal sein. Gemüse wird nur von einer Minderheit (16%) täglich gegessen, deutlich mehr Kinder und Jugendliche essen dafür täglich etwas Süßes oder trinken gezuckerte Limonaden. Auch hier sind die Prävalenzen für die 15-Jährigen am ungünstigsten: seltenes Obst- und Gemüseessen wird durch häufiges Naschen konterkariert. Seit 1998 ist die Anzahl der SchülerInnen, die täglich Obst essen sprunghaft zurückgegangen, sodass jetzt nur mehr ein Viertel bis die Hälfte der SchülerInnen täglich Obst ißt.

Sexualität und Verhütung
82% der österreichischen SchülerInnen, die mit 15 Jahren bereits Geschlechtsverkehr hatten (22%) haben ein Kondom oder anderes sicheres Verhütungsmittel angewendet.

Gesundheitsrelevante Settings
Insgesamt betrachtet haben die Kinder und Jugendlichen mit der Mutter ein besseres Gesprächsklima als mit dem Vater. Ausserdem wissen die Mütter besser Bescheid über den Aufenthalt der Kinder in der Freizeit, wer ihre FreundInnen sind und wofür sie ihr Geld ausgeben. Die Mehrheit der Kinder fühlt sich von beiden Eltern liebevoll behandelt, das Gefühl verstanden zu werden lässt allerdings mit dem Alter gegenüber beiden Eltern stark nach und ist gegenüber dem Vater schwächer als gegenüber der Mutter ausgeprägt. Mit 15 Jahren befindet nur mehr ein Drittel der Jugendlichen, dass ihr Vater sie fast immer versteht. Die meisten Kinder und Jugendlichen haben mehrere FreundInnen und treffen diese auch regelmäßig. Vor allem bei den 13- und 15-jährigen Mädchen ist ein Zuwachs an Peerkontakten seit 1998 zu verzeichnen. Was die Zufriedenheit mit der Schule betrifft, zeigen die Trendergebnisse eine sprunghafte Verbesserung seit 1998. Es muß allerdings relativierend hinzugefügt werden, dass sich diese Verbesserung bei den 13- und 15-Jährigen weniger zeigt als bei den 11-Jährigen. Auch die Unterstützung durch die LehrerInnen nimmt mit zunehmendem Alter ab. Über alle Altersgruppen betrachtet ist die Belastung durch die Schule konstant geblieben. Obwohl das Klassenklima etwas besser ist als die Beziehung zu den LehrerInnen, wird es insgesamt von den SchülerInnen eher schlecht eingeschätzt.


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